Jugendstrafrecht

Für Jugendliche und Heranwachsende, die zur Tatzeit noch nicht 18 bzw. 21 Jahre alt waren gelten zusätzlich die Vorschriften des Jugendgerichtsgesetzes. Darin finden sich zahlreiche Sonderregelungen hinsichtlich des Prozeßrechts und der Arten der Bestrafung. So gibt es z.B. die Möglichkeit statt Geld- oder Freiheitsstrafen gemeinnützige Arbeit oder Jugendarrest zwischen 2 Tagen und vier Wochen zu verhängen. Das Jugendstrafrecht ist für den Mandanten oft das „günstigere“ Recht wegen seiner größeren Beweglichkeit und der geringeren Belastung in der Zukunft, z.B. bei der Registrierung von Vorstrafen. Bis 18 Jahren muss das Jugendstrafrecht angewendet werden, zwischen 18 und 21 Jahren hängt es von der Person des Angeklagten ab, ob er nach Erwachsenen- oder Jugendstrafrecht bestraft wird. Deshalb ist hier die Tätigkeit des Strafverteidigers besonders wichtig.