Rechtsgebiete.

Das Strafrecht
umfasst die Gesamtheit der Gesetze, die Inhalt und Umfang der staatlichen Strafbefugnis bestimmen. Man unterscheidet zwischen dem materiellen Strafrecht und dem Prozessrecht. Das erstere bezeichnet die Voraussetzungen der Strafbarkeit und deren Rechtsfolgen und ist meist im Strafgesetzbuch niedergelegt. Allerdings gibt es zusätzlich zahlreiche strafrechtliche Nebengesetze. Zu diesen gehören z. B. das Aktiengesetz, das Betäubungsmittelgesetz, das Außenwirtschaftsgesetz und die Steuergesetze. Das Prozessrecht enthält u. a. die Normen über den Ablauf des Strafverfahrens, die Fristen für Rechtsmittel und die Haftvoraussetzungen.


Das Zivilrecht
regelt die Rechtsbeziehungen von Einzelnen untereinander, seien das Privatleute oder Firmen (im Gegensatz zum öffentlichen Recht, das die Beziehung Individuum/Staat regelt).
Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) ist die wichtigste Gesetzessammlung. In ihr enthalten sind allgemeine Regeln (z. B. wer kann Verträge schließen, wie kommt man von Verträgen wieder los, Verjährung, was ist ein Schaden usw.), Regeln für bestimmte Vertragstypen wie Kaufrecht, Werkvertragsrecht, Mietrecht, Dienst (Arbeits) Recht u. a., sowie die Bestimmungen des Familien - und Erbrechtes.
Streitigkeiten werden vor den sog. Zivilgerichten ausgetragen, wobei bei den höheren Gerichten (Landgericht, Oberlandesgericht, Bundesgerichtshof) ein Anwalt die Interessen des Bürgers vertreten muss.


Das Ausländer- und Asylrecht
ist ein Teil des Ordnungsrechts, das im Kern die Einreise und den Aufenthalt derjenigen regelt, die nicht die die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Gegenstand des Ausländerrechts können Bestimmungen über die Einreise, den Aufenthalt, die Niederlassung, der Erwerbstätigkeit, die Integration, die soziale Sicherung und das Steuerrecht sein.